Daily Message
Bibelverse
Für den 17.10.2017
Jesaja 42,6-8
Ich, der HERR, habe dich in Gerechtigkeit berufen und ergreife dich bei deiner Hand und will dich behüten und dich dem Volk zum Bund geben, den Heiden zum Licht; daß du die Augen der Blinden öffnest, die Gebundenen aus dem Gefängnis führest und aus dem Kerker die, so in der Finsternis sitzen. Ich bin der HERR, das ist mein Name; und ich will meine Ehre keinem andern geben, noch meinen Ruhm den Götzen!

Markus 12,29-34
Jesus aber antwortete ihm: Das vornehmste aller Gebote ist: «Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist alleiniger Herr; und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Gemüte und mit aller deiner Kraft!» Dies ist das vornehmste Gebot. Und das andere ist ihm gleich: «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!» Größer als diese ist kein anderes Gebot. Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Recht so, Meister! Es ist in Wahrheit so, wie du sagst, daß nur ein Gott ist und kein anderer außer ihm; und ihn zu lieben von ganzem Herzen und mit ganzem Verständnis und von ganzer Seele und mit aller Kraft und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer. Und da Jesus sah, daß er verständig geantwortet, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reiche Gottes! Und es unterstand sich niemand mehr, ihn weiter zu fragen.
 
 
 
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Der Brief des Paulus an die Philipper


Das 1. Kapitel


Des gebundenen Paulus Danksagung, Gebet und Ermahnung zum beständigen Glaubenskampf.

1. Paulus und Timotheus, Knechte JEsu Christi: Allen Heiligen in Christo JEsu zu Philippi samt den Bischöfen und Dienern.

2. Gnade sei mit euch und Friede von GOtt, unserm Vater, und dem HErrn JEsu Christo!

(Epistel am zweiundzwanzigsten Sonntag

nach Trinitatis.)

3. Ich danke meinem GOtt, sooft ich euer gedenke 4. (welches ich allezeit tue in allem meinem Gebet für euch alle, und tue das Gebet mit Freuden),

5. über eurer Gemeinschaft am Evangelium vom ersten Tage an bis her.

6. Und bin desselbigen in guter Zuversicht, daß, der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollführen bis an den Tag JEsu Christi.

7. Wie es denn mir billig ist, daß ich dermaßen von euch allen halte, darum daß ich euch in meinem Herzen habe in diesem meinem Gefängnis, darin ich das Evangelium verantworte und bekräftige, als die ihr alle mit mir der Gnade teilhaftig seid.

8. Denn GOtt ist mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlanget von Herzensgrund in JEsu Christo.

9. Und darum bete ich, daß eure Liebe je mehr und mehr reich werde in allerlei Erkenntnis und Erfahrung,

10. daß ihr prüfen möget, was das Beste sei, auf daß ihr seid lauter und unanstößig bis auf den Tag Christi,

11. erfüllet mit Früchten der Gerechtigkeit, die durch JEsum Christum geschehen (in euch) zu Ehre und Lobe GOttes.]

12. Ich lasse euch aber wissen, liebe Brüder, daß, wie es um mich stehet, das ist nur mehr zur Förderung des Evangeliums geraten,

13. also daß meine Bande offenbar worden sind in Christo in dem ganzen Richthause und bei den andern allen,

14. und viel Brüder in dem HErrn aus meinen Banden Zuversicht gewonnen, desto türstiger worden sind, das Wort zu reden ohne Scheu.

15. Etliche zwar predigen Christum auch um Hasses und Haders willen, etliche aber aus guter Meinung.

16. Jene verkündigen Christum aus Zank und nicht lauter; denn sie meinen, sie wollen eine Trübsal zuwenden meinen Banden.

17. Diese aber aus Liebe; denn sie wissen, daß ich zur Verantwortung des Evangeliums hie liege.

18. Was ist ihm aber denn? Daß nur Christus verkündiget werde allerlei Weise, es geschehe Zufalles oder rechter Weise; so freue ich mich doch darinnen und will mich auch freuen.

19. Denn ich weiß, daß mir dasselbige gelinget zur Seligkeit durch euer Gebet und durch Handreichung des Geistes JEsu Christi

20. wie ich endlich warte und hoffe, daß ich in keinerlei Stück zuschanden werde, sondern daß mit aller Freudigkeit, gleichwie sonst allezeit, also auch jetzt, Christus hoch gepreiset werde an meinem Leibe, es sei durch Leben oder durch Tod.

21. Denn Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn.

22. Sintemal aber im Fleisch leben dienet, mehr Frucht zu schaffen, so weiß ich nicht, welches ich erwählen soll.

23. Denn es liegt mir beides hart an: Ich habe Lust abzuscheiden und bei Christo zu sein, welches auch viel besser wäre:

24. Aber es ist nötiger, im Fleisch bleiben um euretwillen.

25. Und in guter Zuversicht weiß ich, daß ich bleiben und bei euch allen sein werde euch zur Förderung und zur Freude des Glaubens,

26. auf daß ihr euch sehr rühmen möget in Christo JEsu an mir durch meine Ankunft wieder zu euch.

27. Wandelt nur würdiglich dem Evangelium Christi, auf daß, ob ich komme und sehe euch oder abwesend von, euch höre, daß ihr stehet in einem Geist und einer Seele und samt uns kämpfet für den Glauben des Evangeliums

28. und euch in keinem Wege erschrekken lasset von den Widersachern, welches ist ein Anzeichen, ihnen der Verdammnis euch aber der Seligkeit, und dasselbige von GOtt.

29. Denn euch ist gegeben, um Christi willen zu tun, daß ihr nicht allein an ihn glaubet, sondern auch um seinetwillen leidet,

30. und habet denselbigen Kampf, welchen ihr an mir gesehen habt und nun von mir höret.

Das 2. Kapitel


Die Erniedrigung und Erhöhung Christi soll

zur Einigkeit, Demut usw. bewegen.

1. Ist nun bei euch Ermahnung in Christo, ist Trost der Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes, ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit,

2. so erfüllet meine Freude, daß ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habet, einmütig und einhellig seid,

3. nichts tut durch Zank oder eitle Ehre, sondern durch Demut achtet euch untereinander einer den andern höher denn sich selbst.

4. Und ein jeglicher sehe nicht auf das Seine, sondern auf das, was des andern ist.

(Epistel am Palmsonntag.)

5. Ein jeglicher sei gesinnet, wie JEsus Christus auch war,

6. welcher, ob er wohl in göttlicher Gestalt war, hielt er's nicht für einen Raub, Gott gleich sein,

7. sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward gleich wie ein anderer Mensch und an Gebärden als ein Mensch erfunden, 8. erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.

9. Darum hat ihn auch GOtt erhöhet und hat ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist,

10. daß in dem Namen JEsu sich beugen sollen alle derer Kniee, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind,

11. und alle Zungen bekennen sollen, daß JEsus Christus der HErr sei, zur Ehre GOttes des Vaters.]

12. Also, meine Liebsten, wie ihr allezeit seid gehorsam gewesen, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern auch nun viel mehr in meiner Abwesenheit: Schaffet, daß ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern!

13. Denn GOtt ist's, der in euch wirket beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.

14. Tut alles ohne Murmeln und ohne Zweifel,

15. auf daß ihr seid ohne Tadel und lauter und GOttes Kinder, unsträflich mitten unter dem unschlachtigen und verkehrten Geschlecht, unter welchem ihr scheinet als Lichter in der Welt

16. damit, daß ihr haltet ob dem Wort des Lebens, mir zu einem Ruhm an dem Tage Christi, als der ich nicht vergeblich gelaufen noch vergeblich gearbeitet habe.

17. Und ob ich geopfert werde über dem Opfer und Gottesdienst eures Glaubens, so freue ich mich und freue mich mit euch allen.

18. Desselbigen sollt ihr euch auch freuen und sollt euch mit mir freuen.

19. Ich hoffe aber in dem HErrn JEsu, daß ich Timotheus bald werde zu euch senden, daß ich auch erquicket werde, wenn ich erfahre, wie es um euch stehet.

20. Denn ich habe keinen, der so gar meines Sinnes sei, der so herzlich für euch sorget.

21. Denn sie suchen alle das Ihre, nicht das Christi JEsu ist.

22. Ihr aber wisset, daß er rechtschaffen ist; denn wie ein Kind dem Vater hat er mit mir gedienet am Evangelium.

23. Denselbigen, hoffe ich, werde ich senden von Stund‘ an, wenn ich erfahren habe, wie es um mich stehet.

24. Ich vertraue aber in dem HErrn, daß auch ich selbst bald kommen werde.

25. Ich hab's aber für nötig angesehen, den Bruder Epaphroditus zu euch zu senden, der mein Gehilfe und Mitstreiter und euer Apostel und meiner Notdurft Diener ist,

26. sintemal er nach euch allen Verlangen hatte und war hoch bekümmert darum, daß ihr gehöret hattet, daß er krank war gewesen.

27. Und er war zwar todkrank, aber GOtt hat sich über ihn erbarmet, nicht allein aber über ihn, sondern auch über mich, auf daß ich, nicht eine Traurigkeit über die andere hätte.

28. Ich habe ihn aber desto eilender gesandt, auf daß ihr ihn sehet und wieder fröhlich werdet, und ich auch der Traurigkeit weniger habe.

29. So nehmet ihn nun auf in dem HErrn mit allen Freuden und habt solche in Ehren.

30. Denn um des Werks Christi willen ist er dem Tode so nahe kommen, da er sein Leben gering bedachte, auf daß er mir dienete an eurer Statt.

Das 3. Kapitel


Von der Gerechtigkeit des Glaubens wider die falschen Apostel.

1. Weiter, liebe Brüder, freuet euch in dem HErrn! Daß ich euch immer einerlei schreibe, verdrießt mich nicht und macht euch desto gewisser.

2. Sehet auf die Hunde, sehet auf die bösen Arbeiter, sehet auf die Zerschneidung!

3. Denn wir sind die Beschneidung; die wir GOtt im Geist dienen und rühmen uns von Christo JEsu und verlassen uns nicht auf Fleisch.

4; Wiewohl ich auch habe, daß ich mich Fleisches rühmen möchte. So ein anderer sich dünken lässet, er möge sich Fleisches rühmen, ich viel mehr,

5. der ich am achten Tage beschnitten bin, einer aus dem Volk von Israel, des Geschlechts Benjamin, ein Ebräer aus den Ebräern und nach dem Gesetz ein Pharisäer,

6. nach dem Eifer ein Verfolger der Gemeinde, nach der Gerechtigkeit im Gesetz gewesen unsträflich.

7. Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden geachtet.

8. Denn ich achte es alles für Schaden gegen die überschwengliche Erkenntnis Christi JEsu, meines HErrn, um welches willen ich alles habe für Schaden gerechnet und achte es für Dreck, auf daß ich Christum gewinne

9. und in ihm erfunden werde, daß ich nicht habe meine Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz, sondern die durch den Glauben an Christum kommt, nämlich die Gerechtigkeit, die von GOtt dem Glauben zugerechnet wird,

10. zu erkennen ihn und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, daß ich seinem Tode ähnlich werde,

11. damit ich entgegenkomme zur Auferstehung der Toten.

12. Nicht daß ich's schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich's auch ergreifen möchte, nachdem ich von Christo JEsu ergriffen bin.

13. Meine Brüder, ich schätze mich selbst noch nicht, daß ich's ergriffen habe. Eines aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich zu dem, das da vorne ist,

14. und jage nach dem vorgesteckten Ziel, nach dem Kleinod, welches vorhält die himmlische Berufung GOttes in Christo JEsu.

15. Wieviel nun unser vollkommen sind, die lasset uns also gesinnet sein. Und sollt ihr sonst etwas halten, das lasset euch GOtt offenbaren,

16. doch so ferne, daß wir nach einer Regel, darein wir kommen sind, wandeln und gleichgesinnet seien.

(Epistel am dreiundzwanzigsten Sonntag nach Trinitatis.)

17. Folget mir, liebe Brüder, und sehet auf die, die also wandeln, wie ihr uns habt zum Vorbilde.

18. Denn viele wandeln, von welchen ich euch oft gesagt habe, nun aber sage ich auch mit Weinen: Die Feinde des Kreuzes Christi;

19. welcher Ende ist die Verdammnis, welchen der Bauch ihr GOtt ist, und ihre Ehre zuschanden wird, derer, die irdisch gesinnet sind.

20. Unser Wandel aber ist im Himmel von dannen wir auch warten des Heilandes JEsu Christi, des HErrn,

21. welcher unsern nichtigen Leib verklären wird, daß er ähnlich werde seinem verklärten Leibe, nach der Wirkung, damit er kann auch alle Dinge ihm untertänig machen.]

Das 4. Kapitel


Von der Standhaftigkeit und geistlichen Freude des Christen, von der Philipper Guttätigkeit, Paulus erwiesen.

1. Also, meine lieben und gewünschten Brüder, meine Freude und meine Krone, bestehet also in dem HErrn, ihr Lieben!

2. Die Evodia ermahne ich, und die Syntyche ermahne ich, daß sie eines Sinnes seien in dem HErrn.

3. Ja, ich bitte auch dich, mein treuer Geselle, stehe ihnen bei, die samt mir über dem Evangelium gekämpft haben mit Clemens und den andern meinen Gehilfen, welcher Namen sind in dem Buch des Lebens.

(Epistel ans vierten Sonntag des Advents.)

4. Freuet euch in dem HErrn allewege; und abermal sage ich: Freuet euch!

5. Eure Lindigkeit lasset kund sein allen Menschen. Der HErr ist nahe.

6. Sorget nichts, sondern in allen Dingen lasset eure Bitte im Gebet und Flehen mit Danksagung vor GOtt kund werden.

7. Und der Friede GOttes, welcher höher ist denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo JEsu!]

8. Weiter, liebe Brüder, was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was keusch, was lieblich, was wohl lautet, ist etwa eine Tugend, ist etwa ein Lob, dem denket nach.

9. Welches ihr auch gelernet und empfangen und gehöret und gesehen habt an mir, das tut, so wird der HErr des Friedens mit euch sein.

10. Ich bin aber hoch erfreuet in dem HErrn, daß ihr wieder wacker worden seid, für mich zu sorgen, wiewohl ihr allewege gesorget habt; aber die Zeit hat's nicht wollen leiden.

11. Nicht sage ich das des Mangels halben; denn ich habe gelernet, bei welchen ich bin, mir genügen lassen.

12. Ich kann niedrig sein und kann hoch sein; ich bin in allen Dingen und bei allen geschickt, beide, satt sein und hungern, beide, übrig haben und Mangel leiden.

13. Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht, Christus.

14. Doch ihr habt wohl getan, daß ihr euch meiner Trübsal angenommen habt.

15. Ihr aber von Philippi wisset, daß von Anfang des Evangeliums, da ich auszog aus Mazedonien, keine Gemeinde mit mir geteilet hat nach der Rechnung der Ausgabe und Einnahme denn ihr alleine.

16. Denn gen Thessalonich sandtet ihr zu meiner Notdurft einmal und danach aber einmal.

17. Nicht, daß ich das Geschenk suche, sondern ich suche die Frucht daß sie überflüssig in eurer Rechnung sei.

18. Denn ich habe alles und habe überflüssig. Ich bin erfüllet, da ich empfing durch Epaphroditus, was von euch kam, ein süßer Geruch, ein angenehm Opfer, GOtt gefällig.

19. Mein GOtt aber erfülle alle eure Notdurft nach seinem Reichtum in der Herrlichkeit in Christo JEsu!

20. Dem GOtt aber und unserm Vater sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

21. Grüßet alle Heiligen in Christo JEsu. Es grüßen euch die Brüder, die bei mir sind.

22. Es grüßen euch alle Heiligen, sonderlich aber die von des Kaisers Hause.

23. Die Gnade unsers HErrn JEsu Christi sei mit euch allen! Amen.

Geschrieben von Rom durch Epaphroditus.
 

 
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