Daily Message
Bibelverse
Für den 02.07.2020
Jesaja 41,13-14
Denn ich, der HERR, dein Gott, ergreife deine rechte Hand und sage dir: Fürchte dich nicht; ich helfe dir! Erschrick nicht, du Würmlein Jakob, du Häuflein Israel; denn ich helfe dir, spricht der HERR, und dein Erlöser ist der Heilige Israels.

1.Korinther 11,23-25
Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe, nämlich daß der Herr Jesus in der Nacht, da er verraten wurde, Brot nahm, es mit Danksagung brach und sprach: Nehmet, esset, das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird, solches tut zu meinem Gedächtnis! Desgleichen auch den Kelch, nach dem Mahl, indem er sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; solches tut, so oft ihr ihn trinket, zu meinem Gedächtnis!
 

Lutherbibel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie  (Link zum ganzen Artikel)


Die Lutherbibel ist eine Übersetzung des Alten und Neuen Testaments der Bibel aus der althebräischen, der aramäischen bzw. der altgriechischen Sprache in die deutsche Sprache. Die Übersetzung wurde von Martin Luther unter Mitarbeit weiterer Theologen (insbesondere Philipp Melanchthons) angefertigt. Im September 1522 war eine erste Auflage des Neuen Testamentes fertig (daher auch die Bezeichnung Septembertestament), 1534 eine vollständige Bibel.

In der Evangelischen Kirche (EKD), wie auch in der Neuapostolischen Kirche, ist die Lutherübersetzung in der revidierten Fassung von 1984 der zum gottesdienstlichen Gebrauch benutzte Bibeltext und wird auch in den liturgischen Büchern verwendet.

Unter Lutherbibel versteht man daher einerseits

  • ein Druckerzeugnis des 16. Jahrhunderts, mit Einführungen, Randglossen und Illustrationen versehen und durchaus als Gesamtkunstwerk anzusprechen, und andererseits
  • ein für den deutschsprachigen Protestantismus zentrales Buch, das sich aus Luthers „Biblia Deudsch“ bis in die Gegenwart entwickelt hat, wobei der Pietismus und die moderne Bibelwissenschaft verändernd und bewahrend ihre Anliegen einbrachten.

Von der Deutschen Bibel zur „Lutherbibel 84“ von 1984


Jahrhundertelang wurde die Bibel von den Druckern und Bibelgesellschaften nach eigenem Gutdünken modernisiert, so dass es Ende des 19. Jahrhunderts notwendig wurde, in Zukunft einen einheitlichen, revidierten Text zu verbreiten.

Es ging dabei auch um die Rechtschreibung: Da die Bibel nach Luthers Übersetzung als Schulbuch diente, sollte der Schüler in ihr nichts lesen, was der Lehrer ihm beim Diktat als Fehler anstreichen würde. In den Jahren 1861 und 1863 wurden daher Grundsätze für die Feststellung eines einheitlichen Bibeltextes vereinbart und zehn Theologen mit der Revision des Neuen Testaments beauftragt. 1867 wurde probeweise ein Neues Testament herausgegeben; das Neue Testament war 1870 endgültig fertiggestellt. Jedoch gab es erst 1883 eine „Probebibel“ der Gesamtausgabe. 1892 wurde die erste „kirchenamtliche“ Revision (Durchsicht) für abgeschlossen erklärt, im Jahre 1912 die zweite.

In den Revisionen des 20. Jahrhunderts gerieten offensichtliche Fehlübersetzungen Luthers in den Blick, die seiner mangelnden Sachkunde der antiken und altorientalischen Welt zuzuschreiben waren (Beispiele: Kaninchen, Einhorn, Buchsbaum und anderes für Tiere und Pflanzen des Orients).

Vor allem aber änderte sich die Textgrundlage. Luther übersetzte den sog. Textus Receptus, die seit der byzantinischen Zeit vereinheitlichte und weit verbreitete, schließlich von Erasmus in Druck gegebene Textgestalt des Neuen Testaments (speziell die zweite Ausgabe des Novum Instrumentum omne). Die sog. Textkritik sammelt und bewertet demgegenüber die vielen Papyrusfragmente aus älterer Zeit, die zum Teil einen anderen Text bieten.

Die maßgebliche wissenschaftliche Textausgabe des Neuen Testaments, der Nestle-Aland, enthält einen unter Berücksichtigung dieser Papyrusfragmente erstellten Mischtext, der so von keiner einzigen alten Handschrift bezeugt wird. Diese wissenschaftliche Textausgabe ist aber die Grundlage der wichtigen modernen Bibelübersetzungen, sowohl der Einheitsübersetzung als auch der Guten Nachricht, und liegt auch allen Revisionsstufen der Lutherübersetzungen nach 1912 zugrunde.

1956 wurde die Revision des Neues Testaments abgeschlossen, 1964 die des Alten Testaments. 1970 wurden die Apokryphen abgeschlossen und fünf Jahre später einige Änderungen im Alten Testament zum Gebrauch angenommen, wobei zwei Gliedkirchen und Österreich die Einführung ablehnten.

In der Revision von 1975 ging es vor allem um eine Annäherung der Lutherübersetzung an den modernen Sprachgebrauch; z. B. wurde die sprichwörtliche Wendung „sein Licht nicht unter den Scheffel stellen“ (Matthäus 5,15) getilgt, da der Scheffel als Getreidemaß heute nicht mehr bekannt sei. Stattdessen hieß es nun „Eimer“, was der 1975er Übersetzung den Namen „Eimertestament“ eintrug. Der Text von 1975 scheiterte aber nicht zuletzt daran, dass er z. B. in der Weihnachtsgeschichte zu tief in den Wortlaut eingriff, den viele Leser auswendig konnten und schätzten.

Schon 1977 beschloss der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland die Rücknahme radikaler Textveränderungen der letzten Revisionsstufe des Neuen Testaments (betroffen waren ca. 120 Textstellen). Die traditionellere Textgestalt wurde 1984 zum Gebrauch angenommen, war überaus erfolgreich und beendete die langjährige Krise um die Lutherrevision.

Die Inkonsequenz der 1984er Revision war zugleich ihre Stärke: An unbekannten Stellen hat sie sich rigoros vom Luther-Wortlaut verabschiedet, überladene Satzkonstruktionen (z. B. in Lukas 1,1ff) aufgelöst, den Wortlaut der Weihnachtsgeschichte und anderer Lieblingstexte aber nicht angerührt. Die Mitarbeiter der 1984er Revision entdeckten besonders den Satzbau Luthers als konstitutives Element seiner Übersetzung. Luthers oft einprägsame, rhetorisch geschliffene Sätze sollten nicht unnötig in zwei oder drei kürzere Sätze zerschlagen werden: es hatte sich gezeigt, dass das Auflösen längerer Sätze nicht zwangsläufig eine größere Verständlichkeit zur Folge hatte.

Unter anderem wurde anlässlich der 1984er Revision die Schreibung biblischer Namen neu geregelt. Die gescheiterte 1975er Revision hatte die ökumenische Schreibung biblischer Eigennamen (Loccumer Richtlinien) konsequent übernommen; die 1984er Lutherbibel meinte soviel Änderung dem Kirchenvolk nicht zumuten zu können und bot bei vielen Namen wieder die altgewohnte Lutherschreibung: Nazareth statt Nazaret, Kapernaum statt Kafarnaum, Hesekiel statt Ezechiel, Hiob statt Ijob.

Dadurch entstand ein einzigartiges Durcheinander, denn einerseits wurden Namen in alter, unökumenischer Schreibung präsentiert, in denen man nicht unbedingt schutzwürdiges evangelisches Kulturgut vermuten würde (Absalom, Asser, Ephraim, Jeftah usw.), andererseits hat „Luther 84“ aber viele durchaus bekannte Namen in der Form der Loccumer Richtlinien, z. B. Rut (statt Ruth), Jonatan (Jonathan), Ester (Esther). Es gibt keinerlei Konsequenz in der Wiedergabe des hebräischen „bet“, das in der Bedeutung „Haus“ Bestandteil zahlreicher Ortsnamen ist: Bethlehem und Bethel werden in traditioneller Schreibweise geboten, Betanien und Betfage in ökumenischer Form.

Zwar gilt die Revision von 1984 heute als der kirchenamtlich „zum Gebrauch empfohlene“ Bibeltext im Raum der EKD; es wurden aber 1999 wieder kleinere Veränderungen an diesem Text vorgenommen. Die wichtigste ist die durchgängige Ersetzung von „Weib“ durch „Frau“ nach dem Vorbild der evangelischen Agenden.

Die Lutherbibel ist in älterer Textgestalt nicht durch das Urheberrecht geschützt; es zirkulieren beispielsweise folgende nicht von der Deutschen Bibelgesellschaft vertriebene Editionen:

1. Lutherbibel von 1998 („Luther 98“ von La Buona Novella Inc. Bible Publishing House), die das AT beim Text von 1912 beließ und das NT an den in Augen der Bearbeiter notwendigen Stellen anhand des ‚Textus Receptus‘ revidierte. Hinter dieser Bibel stehen offenbar Kreise, die den Textus Receptus (im Gegensatz zu Editionen, die auf älteren Textvarianten beruhen) für grundtextreuer halten.
2. NeueLuther® von 2009[1] (La Buona Novella Inc. Bible Publishing House) - Lutherbibel von 2009, Überarbeitung des Alten Testaments durch die Herausgeber der "Luther 98", die Übersetzung des Neuen Testaments blieb dabei gegenüber der "Luther 98" unverändert. Im Alten Testament wurden nach Aussagen der Herausgeber veraltete Begriffe und Ausdrucksweisen dem gegenwärtigen Sprachgebrauch angepasst. Ziel war dabei jedoch möglichst nah am Urtext zu bleiben und die kraftvolle Sprache Luthers wirken zu lassen und doch eine gut verständliche, in unsere Zeit sprechende Übersetzung zu schaffen. Geläufige Ausdrücke aus der ursprünglichen Lutherbibel blieben dabei erhalten.
3. Unter dem Titel Lutherbibel 1545 hat Michael Bolsinger eine Bearbeitung veröffentlicht, die zum Ziel hat, Luthers Text von 1545 wortgetreu in heutiger Schreibweise wiederzugeben. Dieser vor allem im Internet verbreiteten Bearbeitung liegt jedoch nicht Luthers Ausgabe letzter Hand zugrunde, sondern eine spätere Fassung.

Diesen Artikel kann man als Selbsterklärend unkommentiert stehen lassen.
Als weitere Anmerkung möchte ich auf das Luther -Jubiläumsjahr 2017 verweisen.
Auf der Internetseite der EKD wird hier angekündigt das es anlässlich des Lutherjubiläums eine Texttreue Überarbeitung des Textes von 1545 geben wird.
Dort heist es: "Nur wo die Treue zu den Schriftzeugen es nötig macht" darf entgegen der bei der Revision von 1984, der Text verändert werden.
Was kann hier anders gemeint sein, als das eine Anpassung an den Textkritischen Grundtext vorgenommen wird?
Da bleibt die Frage offen, welche Sinn es macht Luther ein Denkmal zu setzten für eine Arbeit die aus der Geschichte Ausgelöscht wird?
(Wenn seine Übersetzung nach dem textus Rezeptus die wahre Bibel ist, in der es Gott zuerst gefallen hat zu deutschsprachigen Menschen zu reden)
Es reduziert Luthers Arbeit als Reformator auf sein Mitwirken an der Entstehung einer Einheitlichen deutschen Sprache.

Link zum Artikel der EKD bezüglich der "durchsicht der Lutherbibel"

Bezugsquelle füe eine gedruckt Ausgabe ohne Apokryphen
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